Annuitätendarlehen

Annuitätendarlehen sind in der Regel mittel- bis langfristiges Bank-darlehen mit gleichbleibenden Raten, die sich aus Zinsen und Tilgung

(= Annuität) zusammensetzen. Annuitätendarlehen sind vergleichsweise einfach und überschaubar. Daher sind Annuitätendarlehen meistens auch die erste Wahl bei der Finsnzierung von selbstgenutztem Wohneigentum.

 

Welche Zinsbindung sind bei Annuitätendarlehen möglich?

 

Möglich sind variable Zinsen oder Zinsbindungen von 1 bis bis zu 30 Jahren.

 

Wie hoch ist die Tilgung bei Annuitätendarlehen?

 

Die Tilgung erfolgt über die in der Darlehensrate enthaltene Tilgung (z.B.  1, 2 oder mehr Prozent des Darlehensbetrages). Da der Tilgungsanteil mit jeder Rate steigt, während der Zinsanteil entsprechend sinkt, spricht man auch von einer anfänglichen Tilgung.

 

Wird ein Annuitätendarlehen innerhalb der Zinsbindung vollständig über die Raten zurückgezahlt, spricht man von einem Volltilgerdarlehen.

 

Welche Sondertilgungen sind bei Annuitätendarlehen möglich?

 

Bei variablen Zinsen sind Sondertilgungen jederzeit und in beliebiger Höhe mit 1-3 monatiger Kündigungsfrist möglich; bei Darlehen mit vereinbarter Zinsbindung sind Sondertilgungen nur möglich, wenn diese ausdrücklich im Vertrag vereinbart wurden. Üblich ist eine Sonder-tilgungsoption von 5 Prozent pro Jahr. Bei höheren Sondertilgungs-optionen (10% pro Jahr) gibt es ggf. Einschränkungen.

 

Flexibel durch Tilgungssatzwechsel

 

Die Raten bei einem Annuitätendarlehen lassen sich bei den meisten Anbietern an sich ändernde Lebensumstände anpassen. Der Tilgungssatz (und damit die Gesamtrate) kann -je nach Anbieter unterschiedlich häufig- verändert werden.

 

Welche Vorteile haben Annuitätendarlehen?

 

Annuitätendarlehen sind die Klassiker für die Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum; bei entsprechender Zinsbindung ergibt sich eine gleichbleibende monatliche Belastung mit genau kalkulierbarer Restschuld zum Ende der Sollzinsbindung.

 

Welche Nachteile haben Annuitätendarlehen?

 

Es gibt ein Zinsänderungssrisiko nach Ablauf der Zinsbindung, das man aber durch eine entsprechend lange Sollzinsbindung auf Null reduzieren kann. Bei variablen Darlehen hat man das Risiko steigender Zinsen und somit steigender Belastung. Für die Finanzierung von vermieteten Immobilien sind Annuitätendarlehen wegen der fallenden Zinsrate und des steigenden Tilgungsanteisl rein rechnerisch nicht immer die beste Lösung.